Wurzelknollen einer Orchidee
Die letztjährige Wurzelknolle gibt ihre gespeicherten Nährstoffe an die wachsende Pflanze ab. Sie ist dunkelbraun gefärbt und schrumpft mit der Zeit. Aufgrund der hohen Konzentration an Phytoalexinen ist sie pilzfrei.
Abbildung: Wurzelknollen von Orchis militaris
Jedes Jahr wächst eine neue, eiförmige Knolle heran. Durch Einlagerung der in den Blättern gebildeten Kohlenhydrate entwickelt sich die diesjährige, weißliche Wurzelknolle. Auch sie enthält keinen Mykorrhizapilz.
Die Lebensgemeinschaft der Orchideenmykorrhiza befindet sich nicht in den Wurzelknollen, sondern in den fadenförmigen "Nährwurzeln". Dies ist der Ort der Orchideenmykorrhiza.
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Bei der Orchideenmykorrhiza werden die unterirdischen Organe der Orchideen mit bestimmten Pilzen besiedelt ("infiziert"). Je nach Art besitzen Orchideen unterschiedliche Wurzelformen. Unsere einheimischen Arten weisen neben Pseudobulben und Rhizome (v.a. mykotrophe Arten wie Neottia) auch eiförmige (z. B. Orchis) oder fingerförmige Wurzelknollen (z. B. bei Dactylorhiza) auf.
Die Wurzelknollen von Orchideen sind generell pilzfrei, da sie einen hohen Gehalt pilzhemmender Stoffe, sogenannter Phytoalexine (z. B. Orchinol), enthalten. In solchen Fällen infiziert der Mykorrhizapilz die fadenförmigen Nährwurzeln, die in geringer Anzahl (8-12) neben den Knollen ausgebildet werden. Die Rhizome von Orchideen ohne Blattgrün sind in der Regel stark verpilzt.
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Bewegen Sie Ihren Mauszeiger über die ovalen und fadenförmigen Wurzelteile!