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In der Renaissancezeit greift man bewußt auf die Capitalis der Antike zurück, die jetzt streng regelmäßig gestaltet wird. Die Schreibmeister, darunter z.B. Albrecht Dürer, bieten Anweisungen für ihre geometrische Konstruktion an, bei welcher der Buchstabe in ein Quadrat eingeschrieben wird.
In der Barockzeit wird erstmals auch die karolingisch-humanistische Minuskel als epigraphische Schrift verwendet, besonders für längere Texte. Auch ihre kursive Variante kommt vor. Eine im Barock beliebte Spielerei ist das Chronogramm: im lateinischen Text werden Buchstaben hervorgehoben, die als römische Ziffern gedeutet und addiert eine Jahreszahl ergeben. Neben diesen Schriften bleiben, besonders für deutsche Texte, auch die gotischen Schriften in Gebrauch. |