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Das moderne Ordenswesen kommt von den spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Hoforden her, mit denen die Herrscher den Adel an sich zu binden versuchten, z.B. den englischen Hosenbandorden oder den burgundischen Orden vom Goldenen Vlies. Diese Orden bildeten wie die hochmittelalterlichen Ritterorden und die Mönchsorden eine Gemeinschaft von Personen, die auch ein spezifisches Ordensabzeichen trugen. Dieses Abzeichen dann zum Orden = Ehrenzeichen im heutigen Sprachgebrauch, welches für persönliche Verdienste, nicht selten aber auch routinemäßig an Angehörige von Adelshäusern und Politiker verliehen wurde.
Die meisten Orden haben mehrere Stufen, die nur der Reihe nach erworben werden können; höhere Stufen sind/waren oft dem Adel vorbehalten. Vor allem im 1. und 2. Weltkrieg dienten die militärischen Orden als zynische, kostengünstige "Entschschadigung" für die Verwundungen der Soldaten. |