Kronen

Kronen sind die typischen Herrschaftszeichen der Könige und Kaiser. Ihr äußeres Erscheinungsbild entspricht aber nicht unbedingt den landläufigen Vorstellungen. Jede Krone besteht aus einem Kronreif. Dazu können zackenförmige Aufsätze kommen, aber das muß nicht der Fall sein. Häufig sind Bügel, die sich über den Reif wölben und aus der offenen eine geschlossene Krone machen. Man kann folgende Kronenformen unterscheiden:

einfache Kronreife (z.B. die Krone der Königin Theudelinde oder die sog. eiserne Krone von Monza)

Kronen, die durch einen oder zwei halbkreisförmige Bügel geschlossen werden (z.B. die achteckige Kaiserkrone – ein Bügel – oder die ungarische Stephanskrone – zwei Bügel)

vollständig geschlossene helm- oder halbkugelförmige Kronen (z.B. die österreichische Hauskrone oder die sizilische Krone Friedrichs II.)

in der Neuzeit Kronen mit vier oder acht Bügeln, die zunächst nach außen schwingen und sich im Gegenschwung in der Mitte vereinigen, wo sie meist eine Weltkugel, einen besonderen Edelstein oder ein Kreuz tragen (z.B. die bayerische Königskrone)

Alle Kronen bestehen aus Goldblech, auf das in der Regel Edelsteine aufgesetzt werden (die so die ihnen innewohnenden positiven Kräfte entfalten). Häufig wird das Goldblech an dieser Stelle ausgeschnitten, so daß das hindurchfallende Licht optische Effekte der Edelsteine hervorruft. Am unteren Rand der Krone werden gerne herabhängende Pendilien – meist aus Perlen – angebracht; Perlen werden auch auf den Körper der Krone aufgesetzt.

Der materielle Wert der Kronen ist meist sehr hoch. Er wird bei etlichen Kronen noch dadurch gesteigert, daß in sie Reliquien eingearbeitet werden. Einige Kronen werden selbst zur religiös verehrten Reliquie, so z.B. die ungarische Stephanskrone.


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