Humanistische Schrift

Im 15. Jahrhundert nahmen die italienischen Humanisten die karolingische Minuskel wieder auf, um in dieser Schrift ihre Klassikerhandschriften zu schreiben (ältestes zuverlässig datiertes beispiel von 1402). Man spricht heute von humanistischer Minuskel; die Zeitgenossen verwendeten – als Gegenbegriff zur littera nova, der gotischen Schrift – den Ausdruck littera antiqua, ohne damit jedoch eine antike Herkunft andeuten zu wollen. Als Versalien zur humanistischen Minuskel dient die Capitalis:

Neben der Minuskel entwickelte sich auch eine Kursivschrift, indem die gotische Kursive nach dem Vorbild der littera antiqua stilisiert wurde. Sie unterscheidet sich, neben der kursiventypischen Rechtsneigung, durch die Form des a und die Unterlängen von (langem) s und f von der Minuskel:


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