| Arbeiten mit Quellen Welche Quellengibt es? |
Bibel und Bibelinterpretation |
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| Aufbau der Bibel | Altes Testament | Neues Testament |
|---|---|---|
| historische Bücher |
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Evangelium nach Matthäus Evangelium nach Markus Evangelium nach Lukas Evangelium nach Johannes Apostelgeschichte |
| belehrende Bücher | Hiob Psalmen Sprüche Prediger Hohes Lied Weisheit Jesus Sirach |
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| prophetische Bücher |
"kleine" Propheten: |
Apokalypse |
Probleme der Bibelübersetzung:
| Die Bücher des Alten Testamentes sind
überwiegend in hebräischer Sprache
niedergeschrieben. Für die Juden in Alexandria wurde
eine Übersetzung ins Griechische angefertigt, der
Legende nach von 70 Übersetzern; die Übersetzung heißt
deshalb Septuaginta (abgekürzt: LXX). Für die lateinischen Christen wurde das Alte Testament zunächst aus der LXX übersetzt; diese Übersetzung heißt Vetus Latina (früher fälschlich auch Itala genannt). Die Vetus Latina ist in populärer Sprache verfaßt und bildet eine wichtige Quelle für das sog. Vulgärlatein. Durch die zweimalige Übersetzung vom Hebräischen über das Griechische ins Lateinische kam es zu Fehlern und Ungenauigkeiten. Deshalb ließ Papst Damasus I. durch Hieronymus das Alte Testament direkt aus dem Hebräischen ins Lateinische übersetzen. Da sich diese Übersetzung durchgesetzt hat, heißt sie die "Gewöhnliche", lateinisch: Vulgata. Die Vetus Latina wurde dadurch aber nicht überflüssig. Da das Griechische, auf dem sie beruht, eine der drei "Heiligen Sprachen" ist (neben dem Hebräischen und Lateinischen), verkündet auch sie die göttliche Wahrheit. Dies ist z.B. bei den Zahlenangaben in der Genesis von Bedeutung, die man zur Berechnung der Weltschöpfung heranzieht. Die mittelalterlichen Autoren sprechen in diesem Zusammenhang geradezu von einer veritas hebraica (= Vulgata aus der hebräischen Bibel) und einer veritas graeca (= Vetus Latina aus der LXX). Die Bibel wurde schon sehr früh auch in die Volkssprachen übersetzt, zunächst einzelne Teile, dann der gesamte Text. Die älteste gedruckte deutsche Bibel stammt von 1466. |
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| Littera gesta docet; quid
credas, allegoria; moralis, quid agas; quo tendas, anagogia. |
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Dieser Merkvers erläutert die antike und mittelalterliche Technik der
Bibelinterpretation
gemäß dem "vierfachen Schriftsinn". Danach hat jede Bibelstelle nicht nur
sondern auch drei geistige Bedeutungsebenen, nämlich
| Beispiele: | historischer Sinn |
heilsgeschichtlicher Sinn |
seelsorglicher Sinn |
endzeitlicher Sinn |
|---|---|---|---|---|
| Jerusalem | die Stadt in Palästina | die Kirche | die Seele des einzelnen Gläubigen | das himmlische Jerusalem |
| Melchisedech | der Priesterkönig von Salem | Christus auf Erden |
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Christus als ewiger Hoherpriester |
| Eva | die erste Frau im Paradies | Maria | die Kirche | das apokalyptische Weib |