Das Fach "Historische
Hilfswissenschaften" (oder "Historische
Grundwissenschaften") entstand im 17. Jahrhundert aus dem
Bedürfnis, gefälschte Urkunden zu entlarven. Deshalb hängen
die meisten Teilgebiete mit der Urkundenlehre zusammen.
Eine zweite, kleinere Gruppe von Teilgebieten befaßt sich mit
der Abstammung v.a. des Adels, die sie anhand von Wappen,
Grabsteinen und anderen Quellen ermittelt.
Schließlich kümmert sich das Fach ganz allgemein um die Sachquellen
der Vergangenheit, besonders um die Insignien
(Herrschaftszeichen) und die mit ihnen ausgeführten Zeremonien.
Das jüngste, stark expandierende Arbeitsfeld des Faches ist die Geschichtsinformatik.
Anschließend sind eine Urkunde und ein Grabstein abgebildet.
Für nähere Informationen zu den Teilgebieten des Faches klicken
Sie bitte auf die hervorgehobenen Stellen in der Abbildung oder
auf die Namen der Teilgebiete.
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Paläographie Diplomatik Archivkunde Beschreibstoff und Tinte Chronologie Historische Geographie Mittellateinische Philologie Numismatik Sphragistik |
Zu weiteren Teilgebieten führt Sie folgende Abbildung:
Einführende und grundlegende Literatur:
Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers, Stuttgart 15. Aufl. 1998
(Urban-Bücher 33)
Renate Neumüllers-Klauser, Res medie aevi. Kleines Lexikon der Mittelalterkunde,
Wiesbaden 1999
Michael Maurer (Hg.), Aufriß der Historischen Wissenschaften,
Band 4: Quellen (Stuttgart 2002; RUB 17030)
Heinrich Fichtenau, Die historischen Hilfswissenschaften und ihre Bedeutung
für die Mediävistik; in: Methoden der Geschichtswissenschaft und der Archäologie,
München 1974 (Enzyklopädie der geisteswissenschaftlichen Arbeitsmethoden 10),
S. 115-144