Prof. Frenz

Hauptseminar/wissenschaftliche Übung:

Schrift und Buchkultur in Frankreich in Mittelalter und Neuzeit

Mi 16 - 18, NK 412a

Beginn: 22.4.2009

 

In Frankreich entwickelt sich im 8. Jahrhundert die Karolingische Minuskel, die vom 9. Jahrhundert an zur Standardschrift in ganz Europa wird und (indirekt) die Vorlage unserer heutigen Druckschrift bildet. Sie gilt als eine der Errungenschaften der sog. Karolingischen Renaissance. Im Spätmittelalter ist Frankreich Heimat einer Reihe berühmter liturgischer Handschriften zum privaten Gebrauch (Stundenbücher = livres d'heures), die mit hervorragender Miniaturen ausgestattet sind (z.B. die Très Riches Heures des Herzogs von Berry). Der von Gutenberg erfundene Buchdruck mit beweglichen Lettern stößt in Frankreich früh auf Interesse – es gibt sogar einen Spionageversuch –; Ludwig XIV. ließ sogar eine "amtliche" Drucktype schneiden.

Im Seminar halten die Teilnehmer Kurzreferate (20 Minuten) über Themen wir die oben genannten. Mindestens die Hälfte der Zeit soll aber auf die Lektüre von Beispielen aus der Zeit vom 6. bis ins 19. Jahrhundert verwandt werden, darunter auch eines Originalbriefs von Jeanne d'Arc, FranzI., Richelieus, Ludiwgs XV., der Madame de Pompadour, einer Urkunde des Wohlfahrtsausschusses, eines Schreibens von Louis Philippe, Napoleons III. in Sedan, Marschall Pétains u.v.a. Französischkenntnisse sind erforderlich.

Nehmen Sie bitte direkt mit mir Kontakt auf, um ein Referatthema zu vereinbaren (in meiner Sprechstunde – Do. 14-15 h, auch in der vorlesungsfreien Zeit – oder per Email). Wenn dies geschehen ist, werde ich Sie im StudIP eintragen bzw. Ihre Eintragung bestätigen.

 

Referate (vorläufige Liste):