Prof. Frenz
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Die handschriftlichen Quellen der Neuzeit und Zeitgeschichte
einschließlich des Dritten Reiches sind fast alle in der sog.
deutschen Schrift ("Sütterlinschrift") geschrieben,
die heute nicht mehr ohne weiteres geläufig ist. Ihre Lektüre
wird wesentlich erleichtert, wenn man sie in den
Gesamtzusammenhang der Schriftgeschichte stellt und die
Bedingungen des Lese- und Schreibunterrichtes früherer
Jahrhunderte beachtet.
Seminarplan:
| Vortrag | Übung | |
|---|---|---|
| 1. Tag | Überblick über die Geschichte der lateinischen Schrift bis zum Ende des Mittelalters | Schnupperlektüre: ein lateinischer Text in karolingischer oder humanistischer Minuskel ein deutscher Text in gotischer Minuskel |
| 2. Tag | Systematische Darstellung der Abkürzungen | Deutsche und/oder lateinische Texte in Bastarda |
| 3. Tag | Die Schriftgeschichte im 16. 18. Jahrhundert, besonders die Schreibmeisterbücher | Deutsche Texte des 17. und 18. Jahrhunderts in Kurrent, Kanzlei und Fraktur |
| 4. Tag | Die Schriftgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, besonders Sütterlin sowie die Kontroverse um die Abschaffung der sog. deutschen Schrift | Deutsche Texte des 19. und 20. Jahrhunderts in Kurrent |