Heiliger Maximilian von Celeia

2. Patron des Bistums Passau

Patrozinium: 12. Oktober

Name: lat.: der Größte

Attribute: Der heilige Maximilian wird in bischöflichem Gewand dargestellt. In seinen Händen hält er ein Schwert und ein Kreuz oder Buch.

Vorbemerkung:

Die Aussagen in seiner um 1290 entstandenen Vita sind historisch nicht belegbar. Die Vita selbst weist starke Parallelen zur Vita des heiligen Pelagius auf.

Lebensbeschreibung:

Maximilian wurde als einziges Kind reicher, adeliger, frommer Eltern in Celeia (Celje, Slowenien) geboren. Nach dem Tod seiner Eltern verteilte er sein Hab und Gut unter den Armen und ließ die Sklaven frei. Mit dem Wunsch, Missionar zu werden, pilgerte er nach Rom. Papst Sixtus II. (= 258) sandte ihn als Missionar nach Norikum und Pannonien. Maximilian wurde Bischof von Lorch an der Enns, der Hauptstadt der Provinz Noricum.

Nach 20 Jahren kehrte er in seine Heimatstadt Celeia zurück, um dort zu predigen. Weil er sich weigerte am Götzendienst teilzunehmen, ließ ihn der Statthalter Eulasius am 12. Oktober 281 oder 284 enthaupten. Sein Leichnam wurde außerhalb der Stadt begraben.

Historische Fakten:

8. Jh. in den Güterverzeichnissen der Salzburger Kirche wird erstmals eine Kapelle in Bischofshofen erwähnt, die über dem Grab des heiligen Maximilian errichtet worden ist.
09.09.878 König Karlmann schenkt der Stiftskirche Altötting u.a. die Gebeine des heiligen Maximilian; der Aufbewahrungsort und die Herkunft der Reliquien ist vor 878 nicht urkundlich faßbar.
903 Burkhard, Abt des Pfalzstiftes Altötting, wird Bischof von Passau.
907 König Ludwig das Kind schenkt Burkhard das Pfalzstift Altötting; das Stift wird zum Eigenkloster der Bischöfe von Passau.
zwischen 976 und 985 Bischof Pilgrim von Passau überführt die Reliquien des heiligen Maximilian nach Passau.
30.09.985 In einem Diplom Kaiser Otto III. wird Maximilian erstmals als Bistumspatron neben Valentin erwähnt.
1289/1290 Die "Vita Sancti Maximiliani" wird (wahrscheinlich) von einem Passauer Domkanoniker geschrieben; damit einsetzende Wiederbelebung des Kultes.
1289 - 1291 Bischof Bernhard läßt ein Hochgrab für die Bistumspatrone Valentin und Maximilian im gotischen Dom errichten.
15. Jh. Familienpatron der Habsburger.
1634 Prozession mit den Reliquien der beiden Bistumspatrone, um eine drohende Pestepidemie zu verhindern.
1662 Nach dem Stadtbrand wird der Sarkophag der Patrone geöffnet, die Gebeine der beiden Patrone sind, bis auf einige Reliquienpartikel, verschollen; die Partikel werden in barocken Reliquienschreinen aufbewahrt.
1782 - 1962 Das Bistum Linz wird unter das Patronat des heiligen Maximilians gestellt.

Im barocken Dom ist ein Querschiffsaltar den Patronen geweiht. Das Altarblatt von Frans de Neve zeigt u.a. die Enthauptung St. Maximilians.

Die Verehrung des Heiligen Maximilians ist besonders im Voralpen- und Alpenraum verbreitet.

bearbeitet von: Ruth Weber
(18.8.2004)

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