Otto von Lonsdorf (1254 –1265)

ca. 1200 Geboren
Ausbildung an der Passauer Domschule
1240 Erste urkundliche Erwähnung im Gefolge des Passauer Bischoffs Rüdiger als Kaplan
um 1240 Vermutlich Pfarrer in Linz (erwähnt als "Pfarrer Otto von Linz")
1242 Otto erhält Kanonikat an der Domkirche in Passau
nach 1244 Archidiakon des Bistums Passau
1254 Otto von Lonsdorf wird Bischoff von Passau
1257 Linzer Vertrag mit dem Böhmenkönig Ottokar II. (Antibayerisches Bündnis)
1260 Münzreform: führt einen ewigen Pfennig ein.
1262 Ausgleich mit Bayern; Passau sichert seine Unabhängigkeit und Eigenständigkeit und schafft mit dieser Verbindung ein Gegenwicht gegenüber Böhmen.
1256 "placitum generale" in der Ilzstadt (sogenanntes "Ilzstadtweistum"); Schaffung von Rechtsklarheit und Rechtseinheit innerhalb des Passauer Bistums
1265 Otto von Lonsdorf stirbt in Passau und wird im Stefansdom beigesetzt

Bewertung: Otto von Lonsdorf gehört zu den herausragendsten Passauer Bischoffsgestalten des Mittelalters. In einer mit dem Niedergang der Staufer politisch schwierigen Zeit, baute er die Stellung Passaus weiter aus und versuchte bestehende Ansprüche zu sichern. Bekannt ist Otto von Lonsdorf vor allem aufgrund des "codex Lonsdorfianus" einer unter seiner Regie verfassten Sammlung von Urkunden über Rechte und Besitzstand des Passauer Bistums. Kirchenpolitisch versuchte er die um sich greifende Häresie im Bistum einzudämmen, jedoch ohne der Inquisition zu großen Spielraum zu geben.

bearbeitet von: Florian Taitsch
(18.8.2004)

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