| ca. 1200 | Geboren Ausbildung an der Passauer Domschule |
| 1240 | Erste urkundliche Erwähnung im Gefolge des Passauer Bischoffs Rüdiger als Kaplan |
| um 1240 | Vermutlich Pfarrer in Linz (erwähnt als "Pfarrer Otto von Linz") |
| 1242 | Otto erhält Kanonikat an der Domkirche in Passau |
| nach 1244 | Archidiakon des Bistums Passau |
| 1254 | Otto von Lonsdorf wird Bischoff von Passau |
| 1257 | Linzer Vertrag mit dem Böhmenkönig Ottokar II. (Antibayerisches Bündnis) |
| 1260 | Münzreform: führt einen ewigen Pfennig ein. |
| 1262 | Ausgleich mit Bayern; Passau sichert seine Unabhängigkeit und Eigenständigkeit und schafft mit dieser Verbindung ein Gegenwicht gegenüber Böhmen. |
| 1256 | "placitum generale" in der Ilzstadt (sogenanntes "Ilzstadtweistum"); Schaffung von Rechtsklarheit und Rechtseinheit innerhalb des Passauer Bistums |
| 1265 | Otto von Lonsdorf stirbt in Passau und wird im Stefansdom beigesetzt |
Bewertung: Otto von Lonsdorf gehört zu den herausragendsten Passauer Bischoffsgestalten des Mittelalters. In einer mit dem Niedergang der Staufer politisch schwierigen Zeit, baute er die Stellung Passaus weiter aus und versuchte bestehende Ansprüche zu sichern. Bekannt ist Otto von Lonsdorf vor allem aufgrund des "codex Lonsdorfianus" einer unter seiner Regie verfassten Sammlung von Urkunden über Rechte und Besitzstand des Passauer Bistums. Kirchenpolitisch versuchte er die um sich greifende Häresie im Bistum einzudämmen, jedoch ohne der Inquisition zu großen Spielraum zu geben.
bearbeitet von:
Florian Taitsch
(18.8.2004)