(Bischof von Passau 1265 1280)
| 1257 1264 | Domherr zu Breslau und Hofmeister des Piastenprinzen Wladislaw von Schlesien. Beide studierten in Padua und erreichten den akademischen Grad eines Magisters. |
| 1265 | Wahl zum Bischof. Wahrscheinlich auf Empfehlung des Königs Premysl Ottokar von Böhmen, der 1266 die Stadt Passau besetzte und von da aus aufgrund von Diskrepanzen mit Herzog Heinrich XIII. einen verheerenden Krieg nach Niederbayern hineintrug. |
| 1267 | Vermittlung zwischen beiden und Erwirkung einer Befriedung. |
| Mai 1267 | Teilnahme an einer Synode in Wien. Beteiligte Personen: päpstliche Legaten, die Bischöfe von Prag, Brixen, Freising, Regensburg und Lavant sowie viele Prälaten aus diesen Bistümern. Erwirkte Beschlüsse: Vorschriften für den Welt- und Ordensklerus, Reform des Zinswesens, Verordnungen über das Zusammenleben zwischen Christen und Juden. |
| 11.6.1267 | Reise nach Salzburg, um den ehemaligen Studienkollegen Wladislaw die Priesterweihe und tags darauf die Bischofsweihe zu erteilen. |
| 1274 | Einberufung einer
Diözesensynode in Passau, was zeigt, dass ihm
persönlich auch sehr an einer Reform der Geistlichkeit
gelegen war. Im Oktober: Teilnahme an einer
Provinzialsynode in Salzburg, in der die Beschlüsse von
Wien von neuem eingeschärft und erweitert werden. Politische Zugehörigkeit: Wechsel von der Seite des Königs Premysl Ottokar von Böhmen zu König Rudolf I. von Habsburg. Gunsterweis durch König Rudolf I.: Erteilung zahlreicher Privilegien-Bestätigungen, z.B. den Erhalt des Innzolls bei Obernberg. |
| 1280 | Tod nach 14jähriger Regierung zwischen dem 19.2. und 23.2. in Tulln. Bleibende Verdienste: Erbauung der ersten Donaubrücke in Passau. |
bearbeitet von:
Alexander Frankenberger
(18.8.2004)