Als Translatio bezeichnet man die feierliche Übertragung von Reliquien.
Die erste Translation eines unzerteilten Leibes fand 354 in Antiocheia statt, als man die Gebeine des Martyrers Babylas nach Daphne brachte, um den Apollokult zu verdrängen. Im Mittelalter war die Translation ohne Erlaubnis des Fürsten, der Bischöfe oder der Synode untersagt, man wollte damit einem Missbrauch des Reliquienhandels entgegenwirken. Um die Echtheit der Reliquien zu sichern, verlangt man eine schriftliche Beglaubigung hoher Autoritäten, die sog. Authentik. Sie stützt sich oft auf lange Verehrung, was eine Fälschung natürlich nicht ausschließt.
Als Translatio bezeichnet man auch
bearbeitet von:
Maleen-Shirin Kranz
(18.8.2004)