Albert von Johanstorf

(auch Albrecht von Johansdorf oder Jahenstorf)

(Minnesänger)

* im heutigen Jahrsdorf bei Landau a. d. Isar
Der Dichter wird mit dem Albertus de Janestorf identifiziert, der von 1185 bis 1209 als Ministeriale der Passauer Kirche urkundlich bezeugt ist.
Bischof Wolfger von Erla, mit dem er 1197 ins Hl. Land zog, förderte neben Walther von der Vogelweide auch Johanstorfs Dichtkunst.
Eine große Rolle bei Johanstorf spielte das Kreuz(zugs)lied. Von seinen 13 überlieferten Liedern, die alle dem Minnesang angehören, sind fünf Kreuzlieder. Diese markieren den künstlerischen Höhepunkt dieser Gattung in Deutschland.
+ nach 1209 in Passau (nicht belegt)

Bewertung: Im Vergleich zu den anderen Minnesängern seiner Zeit gibt es über Johansdorf mehr urkundliche Zeugnisse, die zwar nicht viel über seine Person aussagen, aber es ermöglichen, seine Wirkungsjahre als Dichter auf die Zeit zwischen 1180/85 und 1209 einzuschränken.

Bild von Johanstorf: In der Großen Heidelberger Liederhandschrift. (Alle Rechte an der Manesseschen Liederhandschrift liegen bei der Universität Heidelberg):

bearbeitet von: Eva Zboril
(17.8.2004)

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