Bischof Reginbert

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25. Bischof von Passau (1138 – 1148)

1138 Erhebung zum Bischof von Passau: Die Priester- und Bischofsweihe erfolgt durch Papst Innozenz II.
Reginbert stammt aus dem Geschlecht der österreichischen Grafen von Hagenau am Inn, sein Pontifikat ist durch enge Einbindung seiner Familie (besonders seines Bruders Hartwig) in die bischöfliche Politik gekennzeichnet.
1139 Gegen den Willen bzw. ohne Beteiligung der Stiftskanoniker überträgt Reginbert einem Kandidaten seiner Wahl die Propstwürde des Reichsstiftes Ranshofen. Reginbert muss dem Konvent allerdings nach einem Mandat des Papstes Innozenz II. die freie kanonische Wahl zugestehen, aus dieser geht Manegold hervor.
1139 – 1144 Streit mit dem Kloster Reichersberg:
Propst Gerhoch erhebt bei Papst Innozenz II. Einspruch gegen die Zehntforderungen des Passauer Bischofs. Aufgrund der Beschlüsse der Synode zu Pisa 1135, nach denen Geistliche, die durch eigene Hand und mit eigenen Mitteln Güter bewirtschaften, nicht zu Zehntzahlungen verpflichtet sind, untersagt der Papst die Forderungen Reginberts. Dieser ignoriert das Mandat dreimal. Erst als Papst Lucius II. energischere Schritte unternimmt, lenkt Reginbert ein und entgeht so vermutlich seiner Exkommunikation.
1140 Teilnahme am Frankfurter Reichstag.
1143 Dem Passauer Bischof ist der Bau der ersten Innbrücke mit dem wehrhaftem Torbau an der Residenz zu verdanken. Für den Ausfall des Fährgeldes wird der Stift St. Nikola durch die Schenkung der Kirche zu Hartkirchen entschädigt.
1146 Ernennung seines Bruders Hartwig zum Vogt des Spitals in Vöcklabruck.
1147 Beteiligung am 2. Kreuzzug. Reginbert schließt sich in Regensburg dem Heer Konrads III an. Auf der Hinfahrt weiht Reginbert im selben Jahr den Stephansdom in Wien (Patronat nach der Mutterkirche Passau).
1147/8 Tod auf der Rückreise von Palästina.

bearbeitet von: Anne Aufhaus
(18.8.2004)

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