
"Glockenmeister" des St. Stephansdoms,
auch Willibrecht oder Willibret genannt
Aus dem 12. Jahrhundert sind mit Willibert und Loupman zwei "Glockenmeister" des St. Stephansdomes namentlich überliefert. Sie gelten als erste in Passau ansässige Glockengießer, und waren damit die Begründer einer bedeutenden Tradition der Glockengießerei in Passau, die bis heute fortgeführt wird.
Ursprünglich wurde die Glockengießerei in Klöstern betrieben. Aber schon im 8. und 9. Jahrhundert gab es Gießer, die von Ort zu Ort wanderten. Die Glocke wurde dann auf einem Platz in unmittelbarer Nähe der Kirche gegossen.
Im frühen Mittelalter gab es zwei Arten von Glocken: zunächst geschmiedete aus Eisen und später gegossene aus Bronze.
Willibert war sehr wahrscheinlich der
Erschaffer der ältesten mit einem Gussdatum versehenen Glocke
Deutschlands. Sie stammt aus dem Jahr 1144, und hängt
in der Pfarrkirche Iggensbach im Landkreis Deggendorf. Die Glocke
ziert das Stadtwappen von Iggensbach.
Fotos:
bearbeitet von:
Timo Theiner
(18.8.2004)