Bischof Wichard von Pohlheim

(1280 – 1282)

Im 13. Jahrhundert versuchte man im Bistum Passau die Unabhängigkeit der Passauer Kirche zu wahren, doch führte die Konsolidierung der habsburgischen Macht im Herzogtum Österreich seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert zu einer Dominanz über die Passauer Bischöfe, der Passauer Bischofsstuhl wurde mit pro-habsburgisch gesonnenen Kandidaten besetzt. Zu diesen zählte auch Bischof Wichard von Pohlheim.

25.2.1237 Geburt des späteren Bischof Wichard von Pohlheim in Wels.
5. 5.1280 Wichard von Pohlheim wurde in der Stephanskirche durch den päpstlichen Legaten Paulus OFM, Titularbischof von Tripolis, in Wien geweiht. Er wurde der Nachfolger von Petrus, der 1280 verstarb.
  Aus der kurzen Regierungszeit Wichards sind nur wenige Amtshandlungen bekannt. Denkwürdig ist der damalige Streit zwischen Herzog Albrecht von Österreich mit dem Herzog Heinrich von Bayern. Ersterer nahm Schärding, Barnbach und Neuburg in Anspruch. Bischof Wichard verglich den Streit, Neuburg fiel an Österreich, Schärding und Barnbach verblieb Bayern. Als Dank für diese Verhandlung- und Schlichtungskünste erhielt die Geburtsstadt von Wichard, Wels, ein Kloster der Minoriten. Während er sich wohl wenig erfolgreich um die Behauptung des Hochstiftbesitzes bemühte, stiftete er das Franziskanerkloster Wels, förderte die Zisterzienserklöster Fürstenzell und Heiligenkreuz sowie das Dominikanerinnenkloster Niederaltaich und drang auf die Erhaltung der Disziplin.
1281 Bischof Wichard von Pohlheim nahm an der Provinzialsynode in Salzburg teil, in deren Folge er verschiedene Reformmaßnahmen für den Welt- und Ordensklerus anregte, die das Erneuerungswerk Bischof Ottos von Lonsdorf weiterführen sollten. Die Grafen von Schaumburg beauftragte Wichard mit dem Schutz der Land- und Wasserstraßen des Hochstifts nach Österreich.
17.12. 1282 starb Wichard von Pohlheim in Wien.

bearbeitet von: Peggy Josephine Lauren Richter
(18.8.2004)

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