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den Literaturangaben
Die Anfänge der Ilzstadtpfarrkirche reichen, wie der romanische Turm beweist, mindestens bis in das 13.Jahrhundert zurück. Sie wird 1328 erstmals urkundlich erwähnt. Der Brand von 1412 und während der Fehde von 1482 zwischen den konkurrierenden Fürstbischöfen Georg von Hasler und Friedrich Mauerkirchner führten zum gotischen Neu- bzw. Umbau der Kirche.
Der romanische Turm der Kirche und wohl auch ein Teil der Langhausmauern gehören noch dem 13.Jahrhundert. an. Da bereits 1255 die Ilzstadt als sog. "Geding", d.h. Verwaltungsbezirk, zur Stadt Passau gehörte, vermutet man, dass bereits erste Landtagsversammlungen im Turm der Kirche abgehalten wurden. Auch die Wahl des Apostels Bartholomäus als Kirchenpatron spricht für die Entstehung dieser Kirche im 13.Jahrhundert., denn 1238 wurde die Hirnschale des Heiligen in den Frankfurter Dom übertragen.
Die Kirche besteht aus einem geräumigen,
stützenlosen Langhaus mit mächtigem Westturm. Das Chorgewölbe
zeigt noch reine gotische Formen mit Netzrippengewölbe; die
Gewölbe zieren 14 Fresken um 1630 (12 Apostel, St.Paulus und
St.Matthias).
In den vorderen Fenstern der Nord-und Südwand des Landhauses
finden sich seltene Reste der einstmals blühenden Passauer
Glasmalerei der Spätgotik. Dargestellt werden der Hl.
Bartholomäus und der angebliche Hostienfrevel von 1477.
Der heutige Hochaltarüberbau ist neu unter Verwendung alter
Figuren: ein spätgotisches Kruzifix und die fünf Figuren vom
barocken Hochaltar (Gottvater, Aaron, Melchisedech sowie zwei
große Anbetungsengel) geben ihm die Mitte.
Im Langhaus hängen zwei Gemälde: links das ehemalige
Hochaltarbild mit dem Martyrium de Hl. Bartholomäus und rechts
das ehemalige Seitenaltarbild Kreuzigung Christi.
Links neben dem Chorbogen ist eine beachtenswerte spätgotische
Holzfigur Maria mit Kind, angebracht, eine passauische
Arbeit um 1500.
(bearbeitet von: Simone Freiburg)